Mindestlohn plus Grundeinkommen gleich Problemlösung !?

15.03.2014 01:00 von Harald Buwert

„Eine gesetzlich vorgeschriebene Bezahlung kann Arbeitsplätze vernichten. Brauchen wir deshalb Ausnahmen? Ein Grundeinkommen würde das Dilemma lösen … Es gibt demnach Billigarbeiter, für die andere Regeln gelten, zum Beispiel Minijobber, Rentner, Schüler, Studenten, Auszubildende, Praktikanten oder Hartz-IV-Aufstocker. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung warnt bereits vor einem Mindestlohn als löchriger „Schweizer Käse“. Wenn man alleine die Rentner und Studenten ausnähme, würde zwei Millionen Menschen (SZ) der Mindestlohn verweigert, hat die Stiftung errechnet. Das seien mehr als ein Drittel der Personen, die sich eigentlich auf eine Gehaltserhöhung freuen könnten … Niemand erwägt ernsthaft einen Mindestlohn für freiwillige Tätigkeiten, er wäre wohl auch schon praktisch gar nicht durchsetzbar. Aber warum soll Arbeit für null Euro erlaubt sein, für drei Euro aber nicht? … Es gibt dieses Dilemma, ein Mindestlohn kann Arbeitsplätze vernichten. Lösen lässt sich das Problem am besten durch die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Jeder Mensch ist dann finanziell abgesichert, ein Mindestlohn nicht mehr nötig. Es gibt annähernd eine Waffengleichheit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, es kann eine faire Bezahlung ausgehandelt werden. Und wenn jemand eine Tätigkeit ziemlich gerne macht, sind auch niedrige Stundenlöhne in Ordnung …“

Der Artikel im „Freitag“ ist ein interessanter Diskussionsbeitrag, ebenso sind es die folgenden Kommentare der Leser! Quelle und Artikel: www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/grundsicherung-ohne-ausnahme

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