Diskussion

01.12.2012 01:00 von Harald Buwert

Auf „der Freitag“-online findet derzeit eine Diskussion übers BGE statt, die sehr lohnenswert zu lesen ist.

Da schreiben drei Diskutanten unter dem Namen „Harlekino“ unter anderem:

„Ein ‚Bedingungsloses‘ Grundeinkommen ist weder gerecht noch sozial, sondern ein Almosen für bedürftige Menschen sowie unnötig für Vermögende … wiegt für uns die Gefahr einer eskalierenden Entsolidarisierung und eines zunehmenden Egoismus besonders hoch. Außerdem sehen wir den direkten Zusammenhang zwischen staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten als gefährdet an … Wahrscheinlich würden mehr Menschen künstlerisch tätig werden, was die Quantität an Artefakten erhöhen würde. Dadurch könnte sich die Qualität künstlerischer Werke verringern …“

Vorgeschlagen wird von ihnen ein Grundeinkommen mit Bedingungen: http://www.freitag.de/autoren/harlekino/grundeinkommen-mit-bedingungen

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Eine Theaterpädagogin sieht das ganz anders:

„Gewaltbereitschaft und Kriminalität von Jugendlichen sind in den Schlagzeilen. Doch das ist nur der lauteste, nicht der grösste Teil der Jugend, der die Sicht verstellt auf einen anderen, sicher grösseren Teil, der versucht, irgendwo zwischen Idealismus und Anpassung seinen Lebensweg zu finden. Aber was, wenn dabei die Kräfte auf der Strecke bleiben, die Jugend im allgemeinen ausmachen: Die Kräfte, die Welt zu ergreifen und nach den eigenen Bedürfnissen umzugestalten? Oder, anders herum gefragt: Was brauchen diese Kräfte für Bedingungen, um sich zum Wohle aller entfalten zu können? Die oben erwähnten Sorgen betreffen ja nicht nur die Zukunftsaussichten dieser jungen Menschen, sie betreffen auch die Zukunftsaussichten unserer gesamten Gesellschaft.“

Der einfühlsame Beitrag von Angelina Gazquez, freiberufliche Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin: http://www.freitag.de/autoren/agazquez/wohin-aber-gehen-wir

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