Armut lähmt das Denken

30.08.2013 02:00 von Harald Buwert

US-Wissenschaftler wollen … herausgefunden haben, wie sie in Science berichten, dass Armut, begleitet von ständigen Sorgen, wie man das prekäre Leben bewältigen, die Miete und das Essen jeden Tag bezahlen, für die Kinder sorgen kann, nicht nur körperliche Folgen hat. Die Anspannung durch die Ungewissheit kann so groß sein, dass sich die ärmeren Menschen schwertun, sich auf anderes als das Lebensnotwendige zu konzentrieren. Armut führe aus der Anspannung heraus zu einem "kognitiven Defizit", was beispielsweise bedeutet, dass der IQ durch Armut um 10 Prozent sinkt. Die Wissenschaftler sagen nicht, dass ärmere Menschen dümmer sind, sondern dass Menschen, sollten sie in Armut geraten, einen kognitiven Verlust erleiden, weil Armut gewissermaßen das Denken behindert. Sie wollen auch nicht sagen, dass Armut dauerhaft die Intelligenz senkt, sondern dass sie die kognitiven Kapazitäten bindet … Die Leistung in beiden Tests unterschied sich bei den reicheren Versuchspersonen kaum, bei den Ärmeren zeigte sich hingegen ein großer Unterschied: Wer mit den vergleichsweise großen finanziellen Problemen konfrontiert war, schnitt deutlich schlechter ab als diejenigen, die mit den kleinen Problemen zu tun hatte … Armut, so die Wissenschaftler, beherrscht die Aufmerksamkeit, löst drückende Gedanken aus und reduziert kognitive Kapazitäten. Vor allem wirke sie sich auf die Aufmerksamkeit aus, die wiederum zum Abfall der kognitiven Leistung führe.“ - Quelle und Bericht auf TELEPOLIS/heise online: www.heise.de/tp/artikel/39/39802/1.html

So kann man daraus folgern: Ein Grundeinkommen könnte das Denken fördern.

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