Arbeitszeitverkürzung: ja oder nein?

30.10.2014 01:00 von Harald Buwert

Arbeitszeitverkürzung: ja oder nein? Streit zwischen Ökonomen. „1950 betrug die durchschnittliche Jahresarbeitszeit 2420 Stunden. Bei 3 Wochen Ferien bzw. 49 Arbeitswochen sind das 49,4 Stunden, wenig mehr als die Normarbeitszeit von 48 Stunden. Zwischen 1965 und 1974 hat sich dann die 40-Stundenwoche mit 6 Wochen Ferien durchgesetzt und das Rentenalter wurde von 65 auf 62 herabgesetzt. Damit wurde der Rückgang der effektiven Arbeitszeit auf 1846 Jahres- bzw. 40,2 Wochenstunden kompensiert. Seither hat sich nicht mehr viel getan und ab den Neunzigerjahren ist die Normarbeitszeit wieder leicht angestiegen. Heute liegt die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbsperson bei 1280 Jahres, bzw. rund 28 Wochenstunden. Die Normarbeitszeit jedoch ist bei etwa 39 Stunden stehen geblieben … Unter diesen realistischen Umständen wird der rationale Arbeitnehmer heute soviel Arbeit anbieten, wie er verkraften kann und den Konsum auf morgen verschieben. Doch weil dies nicht alle können, haben wir ein Gefangenendilemma, aus dem man sich nur mit gemeinsamen Absprachen befreien kann.“ - Eine Darstellung des Streits: www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-markt-kann-das-nicht

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