Willkommen bei IGEA

Initiative Grundeinkommen Amperland

Die Initiative Grundeinkommen Amperland (IGEA) ist eine überparteiliche Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern der Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg und Dachau. Sie wirbt um Zustimmung für die Idee eines persönlichen und mindestens existenzsichernden Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Arbeitszwang. Die Initiative ist offizielles Mitglied des bundesweiten Netzwerks Grundeinkommen.

Wenn Sie Fragen haben oder bei der Initiative mitmachen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Mehr Informationen rund ums Grundeinkommen finden Sie auf der Website www.grundeinkommen.de des Netzwerks Grundeinkommen.

Auch in diesem Jahr findet wieder die Internationale Woche des Grundeinkommens statt. Auf der zugehörigen Website  www.woche-des-grundeinkommens.eu finden Sie zahlreiche Aktionsideen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen. Den aktuellen Stand der Aktion sehen Sie unter www.basicincomeinitiative.eu.

IGEA Blog - Neueste Infos

13.05.2018 01:00 von Harald Buwert

Plattformen erobern. »Das Kapital sind wir«

Der AutorTimo Daum entwirft ein Gegenmodell zum digitalen Kapitalismus. Aus der Buchvorstellung: »Wir, die User, sind das Proletariat in den digitalen Fabriken des Plattformkapitalismus. Wir sind die Basis für die Rendite der großen Portalbetreiber, indem wir sie freiwillig und kostenlos mit ihrem Treibstoff versehen - Daten: Big Data ist nichts als eine automatische Datenfarm, auf der das Kapital verwertbare Information ernten kann wie der Imker den Honig.« Daum ist gewiss kein Maschinenstürmer, sondern er will die Produktionsmittel in die Hände aller legen – eigentlich eine traditionelle Perspektive. Er plädiert für eine »neue techno-futuristische Plangesellschaft als Gegenmodell zum digitalen Kapitalismus«. Es gehe also darum, eine kostenlose Grundversorgung in Sachen Energie, Transport, Verkehr und Wissen für die Bewohner begrenzter Territorien, zum Beispiel einer Stadt, zu schaffen. Ermöglicht werden soll dies durch eine Vergesellschaftung von Daten und Algorithmen, gewissermaßen ein »Open Source«-Modell für den Umgang mit unseren individuellen Daten. Statt sie den Großdienstleistern Google und Facebook kostenlos zur Verfügung zu stellen, sollen sie freiwillig für die Planung und Organisation der Gemeinschaftsprozesse benutzt werden … Heutzutage müsse es darum gehen, den Erwerb von der Arbeit abzukoppeln. Zwangsläufig kommt so die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) in den Blick: Daum sieht dies eher kritisch. Dass inzwischen zahlreiche bedeutende Wirtschaftsvertreter sich dafür stark machen, ist eher kein gutes Zeichen. Das BGE wird von ihnen sicherlich nicht als eine wohlfeile Apanage angesehen, die den Beziehern ermöglichen soll, aus freien Stücken Tätigkeiten nachzugehen, die ihnen eher zusagen als erwerbsorientiertes Arbeiten. Vielmehr werde es »zum Instrument der Befriedung der Zurückgelassenen, damit die Transformation der Gesellschaft in einen digitalen Kapitalismus reibungsloser vonstatten gehen kann«. - Timo Daum: Das Kapital sind wir. Zur Kritik der digitalen Ökonomie. Edition Nautilus, Hamburg 2017, 270 S., 18 Euro.
Der Artikel erschien auf https://www.jungewelt.de/artikel/332335.plattformen-erobern.html

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10.05.2018 01:00 von Harald Buwert

Alvaro Orus neuer Film: „Grundeinkommen – Unser Recht auf das Leben“

Interview mit Alvaro Orus, Regisseur des Dokumentarfilms über das Bedingungslose Grundeinkommen:
Wir haben mit dem Regisseur und Autor Alvaro Orus über seine neue Produktion gesprochen, die das hochaktuelle Thema des Bedingungslosen Grundeinkommens beleuchtet.
„Das BGE würde Armut ein Ende bereiten, und somit auch wirtschaftlicher Gewalt und all ihren grausamen Auswirkungen.“
Warum einen Dokumentarfilm zu diesem Thema?
Weil ich es in unserer heutigen Zeit als absolut notwendig ansehe. Die Wirtschaft ist aufgrund von Technologie und Globalisierung grundlegenden Änderungen unterworfen und wir brauchen einen gigantischen Wertewandel, zumindest aber die Sicherung der grundlegendsten Bedürfnisse aller Menschen.
Du hältst es also für ein universelles Recht?
Wie es auch eine unserer Interviewpartnerinnen beschreibt, ist das BGE eine Bezifferung des Rechts, das im Artikel 25 der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen verankert ist. Darüber hinaus bin ich überzeugt davon, dass letztendlich jeder dieses Recht insgeheim anerkennt. Wenn wir dieses Recht nicht auf jede mögliche Art und Weise berücksichtigen und implementieren, dann wird das zu einer deprimierten und feindlichen Gesellschaft führen.
Link zum Trailer (Spanisch / Englisch)
Das Interview mit dem Filmemacher: www.pressenza.com/de/2018/05/interview-mit-alvaro-orus-regisseur-des-dokumentarfilms-ueber-das-bedingungslose-grundeinkommen
Auch hier: https://neue-debatte.com/2018/05/09/alvaro-orus-ueber-grundeinkommen-unser-recht-auf-das-leben

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29.04.2018 01:00 von Harald Buwert

Lieber Gott, mach mich fromm, dass ich schnell in Arbeit komm!

Ein Aufklärungsversuch zur aktuellen Debatte über Hartz IV, Grundeinkommen, neue Regelinstrumente zur Arbeitsbeschaffung und das Dasein „in Arbeit“ von Diana Aman, seit 9 Jahren aktiv im Vorstand der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e. V. Berlin, die sich sowohl für die Wiedereinsetzung der Grundrechte und ein bedingungsloses Grundeinkommen als auch für die Abschaffung der Sanktionen innerhalb des Sozialsystems einsetzt. Ein paar Zitate:

Viel zu gerne lassen wir uns damit abspeisen, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen viel zu teuer wäre. Und das glauben wir dann. Während das Vermögen in wenigen Händen exorbitant in die Höhe schnellt, die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft, lassen wir uns einreden, dass das Geld nicht dafür vorhanden sei, ein Existenzrecht zu ermöglichen. Die Menschen werden für dumm verkauft.

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Ist eine Alleinerziehende mit Teilzeitjob eigentlich „in Arbeit“? Und wenn ja, warum bezieht sie dann immer noch aufstockend Hartz IV? Was ist mit Vollzeittätigen, die nicht genug verdienen, um ihr Leben bestreiten zu können und ebenfalls zusätzliche Sozialleistungen beantragen müssen? Ist eine Hausfrau und Mutter eigentlich überhaupt nicht „in Arbeit“?

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Interessanterweise wissen auch einige unserer Politiker, dass Arbeit sich nicht im Geldverdienen erschöpft. Hingegen sei Arbeit auch Spaß und Anerkennung und verleihe dem Menschen Würde. [4] Schade nur, dass sie damit nicht sagen wollen, dass all diese schönen Dinge zum Erwerb obendrauf kommen, sondern dass sie Menschen mit solch hehren Sätzen die Bescheidenheit verordnen wollen, auch Jobs im Billiglohnsektor und in der Leiharbeit anzunehmen. Wer denkt denn bitte ans schnöde Geldverdienen, wo es um das edle Gut der Arbeit geht? Den Befürwortern eines bedingungslosen Grundeinkommens wird hingegen vorgeworfen, Menschen mit profanen Geldleistungen abspeisen zu wollen, ohne sie mit zusätzlichen Beschäftigungsverhältnissen zu segnen. [5] Einfach nur mit Geld könne man die Menschen doch nicht alleine lassen. Einfach ohne Geld hingegen schon.

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Tatsache ist jedoch, dass wir nicht ein Problem mit 1,2 Millionen scheinbar unbesetzbaren Stellen haben, sondern mit weit über 4 Millionen Arbeitslosen, welche wie bei dem Spiel der Reise nach Jerusalem einfach keinen (Arbeits)platz mehr finden können! [10]

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Da, wo per se eher wenige Menschen gebraucht werden, hilft man also finanzkräftig nach, Beschäftigung zu schaffen. Doch dort, wo gesellschaftlich höchst sinnvolle Aufgaben anstehen, spart man sich lieber in die schwarze Null.

Der ganze hervorragende Beitrag: https://neue-debatte.com/2018/04/28/lieber-gott-mach-mich-fromm-dass-ich-schnell-in-arbeit-komm

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