Willkommen bei IGEA

Initiative Grundeinkommen Amperland

Die Initiative Grundeinkommen Amperland (IGEA) ist eine überparteiliche Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern der Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg und Dachau. Sie wirbt um Zustimmung für die Idee eines persönlichen und mindestens existenzsichernden Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Arbeitszwang. Die Initiative ist offizielles Mitglied des bundesweiten Netzwerks Grundeinkommen.

Wenn Sie Fragen haben oder bei der Initiative mitmachen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Mehr Informationen rund ums Grundeinkommen finden Sie auf der Website www.grundeinkommen.de des Netzwerks Grundeinkommen.

Auch in diesem Jahr findet wieder die Internationale Woche des Grundeinkommens statt. Auf der zugehörigen Website  www.woche-des-grundeinkommens.eu finden Sie zahlreiche Aktionsideen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen. Den aktuellen Stand der Aktion sehen Sie unter www.basicincomeinitiative.eu.

IGEA Blog - Neueste Infos

02.09.2018 01:00 von Harald Buwert

Reportage über das finnische „Experiment“ mit einem Grundeinkommen

Eine interessante Reportage des Journalisten Oliver Beckhoff über das finnische „Experiment“ mit einem Grundeinkommen: „Wenig Geld, viel Mut - Juhas Leben mit dem Grundeinkommen“: „Wie verändert ein Grundeinkommen einen Menschen? In Finnland testet der Staat seit 2017 ein Modell für Arbeitslose. Juha Järvinen ist einer der Pioniere. Seine Bilanz ist positiv - aber womöglich nicht einfach übertragbar … Statt des Arbeitslosengeldes steht Juha zwei Jahre ein Grundeinkommen zu. Es fällt etwa hundert Euro niedriger aus als die Summe, die er vorher vom Amt erhielt. Doch alles, was er zusätzlich verdient, darf er behalten. Während des Experiments ist er dem Arbeitsamt keine Rechenschaft schuldig. Wie werden er und die anderen damit umgehen? Werden Menschen mit Grundsicherung eher träger oder aktiver?“ - Hier zu lesen: https://www.torial.com/oliver.beckhoff/portfolio/344681

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10.06.2018 01:00 von Harald Buwert

Wäre ein „Bürgereinkommen“ in Italien ein BGE?

Im Regierungsvertrag zwischen den beiden Gewinnerparteien 5-Sterne-Bewegung und Lega Nord ist als Programmpunkt auch das im Wahlkampf versprochene Bürgereinkommen festgesetzt. Darüber hat Telepolis mit Ronald Blaschke, dem Mitgründer des Netzwerks Grundeinkommen in Deutschland und des europäischen Netzwerks Unconditional Basic Income Europe (UBIE), gesprochen. Auszüge:
» Das sogenannte Bürgereinkommen im italienischen Regierungsvertrag zwischen Fünf-Sterne-Bewegung und Lega Nord steht in der Tradition der Armenfürsorge - es stigmatisiert, weil es bedürftigkeitsgeprüft ist, es ist repressiv, weil es Zwangsarbeit impliziert, es grenzt Nichtstaatsbürger aus ...
Es schafft nicht Armut ab, weil es zu niedrig ist. Es kann gegenüber der bisherigen Situation eine Verbesserung für betroffene Menschen bedeuten. Um dies zu beurteilen, müsste das italienische Sozialleistungssystem unter die Lupe genommen und die konkrete Umsetzung des sogenannten Bürgereinkommens betrachtet werden. Mit einem Grundeinkommen hat es definitiv nichts zu tun, sondern es verbleibt in der Logik der repressiven Armenfürsorge ...
Das Bürgereinkommen für Erwerbsfähige und Rentner, das im Regierungsvertrag beschrieben ist, ist eine Grundsicherung oder Mindestsicherung für bedürftige Staatsbürger, die kein Einkommen oder ein Einkommen unterhalb von 780 Euro haben. Es ist kein Grundeinkommen, sondern das Gegenteil davon ...
Es kann, wie im Regierungsvertrag steht, "verwirkt" werden, wenn man keine angebotene Lohnarbeit annimmt. Es ist nur für Bedürftige, auch nur für Staatsbürger, nicht für alle in Italien Lebenden Menschen. Und 780 Euro liegen nicht nur unter der Armutsrisikogrenze für Italien, sondern dürften dort zum Leben und einer Mindestteilhabe an der Gesellschaft nicht ausreichen ...
Italien ist aber insofern ein Pionierland, weil eine italienische Abgeordnete in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates eine Resolution durchsetzen konnte, die pro Grundeinkommen angelegt ist und Wege zum Grundeinkommen aufzeigt ...
Die Mindesthöhe müsste die jeweilige nationale Armutsrisikogrenze sein, überprüft anhand eines Warenkorbs, so wie es für alle Mindesteinkommen vom Europäischen Parlament gefordert wird ...
Globale soziale Rechte sind bedingungslos gewährte Rechte, die jeder Mensch an jedem Lebensort hat: Recht auf Bildung, Kultur, saubere Umwelt, Gesundheitsversorgung, politische Partizipation und soziale Sicherheit usw. Dahinter steht die Idee, dass jeder Mensch das Recht auf globale Freizügigkeit hat. Das Grundeinkommen ist ein Bestandteil globaler sozialer Rechte ...
die folgende Bestimmung im Regierungsvertrag der Fünf-Sterne-Bewegung und Liga Nord ist völkerrechtswidrig: "Zur Vereinfachung einer Wiedereingliederung des Bürgers in die Arbeitswelt und als Bedingung für die Auszahlung des (Mindest-)Einkommens für Bürgerinnen und Bürger wird ein aktives Engagement des Begünstigten gefordert, der Stellenangebote vonseiten der Arbeitsämter wahrnehmen muss (maximal drei Angebote über einen Zeitraum von zwei Jahren),
das Recht auf Unterstützung allerdings verwirkt, sollte er sich weigern, die angeforderte Arbeitstätigkeit durchzuführen." «
Das ganze Interview: www.heise.de/tp/features/Buergereinkommen-in-Italien-eine-repressive-Armenfuersorge-4075308.html?seite=all
Das 400-Seiten-Grundlagenbuch: Ronald Blaschke, Adeline Otto, Norbert Schepers (Hrsg.): „Grundeinkommen. Geschichte – Modelle – Debatten“
Online lesbar und runterladbar hier: www.ronald-blaschke.de/wp-content/uploads/2014/11/Grundeinkommen-2010.pdf

 

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24.05.2018 01:00 von Harald Buwert

„Digitalisierung? Grundeinkommen!“, unter diesem Motto laden ein: Attac, die Piratenpartei und das Netzwerk Grundeinkommen

Digitalisierung? Grundeinkommen!“, unter diesem Motto laden Attac, die Piratenpartei und das Netzwerk Grundeinkommen Ende Mai nach Frankfurt am Main und wollen dabei nicht nur den „sozialen Herausforderungen“ gerecht werden, die mit der Digitalisierung einhergehen, sondern gehen von einer klaren Frage aus: „Welche Gesellschaft wollen wir?“ … Während die SPD sich selbst belügt, sind die Manager ehrlich: Sie wissen, dass es zum Arbeitsplatzwegfall in nicht geringer Höhe kommen wird. Deshalb sehen sie die Notwendigkeit einer Alternative zum Arbeitslohn. Was sie Grundeinkommen nennen, wird aber schwerlich viel höher als Hartz IV sein, und über eine alternative Infrastruktur denken sie gar nicht nach. Dann aber, so die Veranstalter, „ist es dringend an der Zeit, ganz deutlich zu machen, was ein BGE leisten müsste, damit seine emanzipatorische Wirkung gesichert ist“ … Die Veranstalter der Arbeitstagung in Frankfurt machen darauf aufmerksam, dass ein Grundeinkommen heute auch deshalb sehr hoch sein müsste, weil wir über keine gute öffentliche Infrastruktur verfügen. „Bildung, Gesundheitsversorgung, Mobilität, Kommunikation, Grundversorgung mit Energie und Wohnen sollten und könnten öffentlich finanziert und für die BenutzerInnen kostenlos sein.“ Das heißt, ein Grundeinkommen kann nicht „als bloße Geldzahlung“ gedacht werden … - Quelle und Bericht: https://www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/verknappung-des-denkens

 

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Kommende Veranstaltungen

Grundeinkommen & so

20.10.2018, 11:00 – 12:30

Offene Gesprächsrunde der Initiative Grundeinkommen Amperland (IGEA) für Mitglieder und Interessenten, monatlich am dritten Samstag.

Nächstes Treffen:

Samstag, 20. September 2018
11:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Rackls Backstuben, Lochhauser Straße 12, Puchheim (5 Geh-Minuten vom S-Bahnhof)

Kontakt: Reimund Acker, 089 807293, grundeinkommen-amperland@t-online.de.