Willkommen bei IGEA

Initiative Grundeinkommen Amperland

Die Initiative Grundeinkommen Amperland (IGEA) ist eine überparteiliche Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern der Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg und Dachau. Sie wirbt um Zustimmung für die Idee eines persönlichen und mindestens existenzsichernden Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Arbeitszwang. Die Initiative ist offizielles Mitglied des bundesweiten Netzwerks Grundeinkommen.

Wenn Sie Fragen haben oder bei der Initiative mitmachen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Mehr Informationen rund ums Grundeinkommen finden Sie auf der Website www.grundeinkommen.de des Netzwerks Grundeinkommen.

Auch in diesem Jahr findet wieder die Internationale Woche des Grundeinkommens statt. Auf der zugehörigen Website  www.woche-des-grundeinkommens.eu finden Sie zahlreiche Aktionsideen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen. Den aktuellen Stand der Aktion sehen Sie unter www.basicincomeinitiative.eu.

IGEA Blog - Neueste Infos

16.09.2019 01:00 von Harald Buwert

Dokumentarfilm über das Grundeinkommen

Der Dokumentarfilm über das Grundeinkommen ,,Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben‘‘ ist ab heute auf den YouTube Kanälen von Pressenza frei zugänglich. Die Premiere dieser Bestandsaufnahme, die von Álvaro Orús produziert und von Pressenza und den Humanisten für das Grundeinkommen unterstützt wurde, ist beim Europäischen Forum in Madrid im Mai 2018 aufgeführt worden. Zu diesem Zeitpunkt wurde es bereits in sieben Sprachen übersetzt und hatte verschiedene Kontinente erreicht. Anlässlich der Internationalen Woche über das universelle und bedingungslose Grundeinkommen haben die Förderer des Dokumentationsfilms ,,Das universelle Grundeinkommen, unser Recht zu leben‘‘ auf die YouTube Kanäle von Pressenza zur kostenlosen Ansicht frei gegeben. Die Doku erklärt in 41 Minuten, wie das Grundeinkommen zu definieren ist, was es nicht ist und welche Unterschiede es zu dem Mindestlohn und zur Sozialhilfe gibt. Darüber hinaus wird berichtet, welche Entwicklungen im Rahmen der Umsetzung stattgefunden haben, welche Erfahrungen bereits damit gemacht worden sind, welche Konsequenzen und Hindernisse im Rahmen des Konzeptes berücksichtigt werden und vieles mehr. - Bericht: https://www.pressenza.com/de/2019/09/der-dokumentarfilm-das-universelle-grundeinkommen-unser-recht-zu-leben-ist-frei-zugaenglich

Weiterlesen …

17.07.2019 01:00 von Harald Buwert

Grundlagen über das Grundeinkommen

Über das bedingungslose Grundeinkommen wird immer wieder lebhaft diskutiert. Es bewegt inzwischen die ganze Gesellschaft – Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Unternehmen und nicht zuletzt Wissenschaftler nahezu aller Disziplinen. Philip Kovce, der an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) Wirtschaft und Philosophie studierte, und Birger P. Priddat, der die UW/H-Seniorprofessur für Wirtschaft und Philosophie innehat, haben nun im Suhrkamp Verlag einen Sammelband herausgegeben, der sowohl die politische als auch die akademische Diskussion weiter voranbringt: „Bedingungsloses Grundeinkommen. Grundlagentexte“. Das rund 500 Seiten umfassende Grundlagenwerk versammelt insgesamt 24 Texte zum Thema aus fünf Jahrhunderten. Zu den namhaften Autoren zählen die Staatsmänner Thomas Morus und Thomas Paine, die Ökonomen John Maynard Keynes und Milton Friedman, die Philosophen Bertrand Russell und Hannah Arendt sowie der Soziologe Ralf Dahrendorf, der Psychologe Erich Fromm und der Künstler Joseph Beuys. Kovce und Priddat haben die ausgewählten Texte bei Bedarf kommentiert und darüber hinaus in ihrer Einleitung Geschichte und Gegenwart des Grundeinkommensdiskurses kompakt zusammengefasst.
„Ideen fallen nicht einfach so vom Himmel, sondern entwickeln sich im Laufe der Zeit“, betont Philip Kovce, der derzeit an Priddats Wittener Seniorprofessur forscht. Und er unterstreicht sogleich die Bedeutung der Neuerscheinung: „Alle reden über das Grundeinkommen, aber kaum einer weiß von der wechselvollen Geschichte der Idee“, so Kovce. Das läge auch daran, dass viele ältere Quellen nur schwer zugänglich und teilweise nicht auf Deutsch verfügbar seien. „Das haben wir geändert“, so Kovce, „indem wir auch entlegenes Material von Bedeutung zusammengetragen und übersetzt haben.“
Dass die Herausgeber mit diesem Sammelband die Gesprächsgrundlage in Sachen Grundeinkommen auf breiter Basis verbessern wollen, betont auch Prof. Dr. Birger P. Priddat: „Nur wer die Vergangenheit versteht, kann die Zukunft gestalten“, sagt er. Unabhängig davon, ob man ein bedingungsloses Grundeinkommen befürworte oder nicht, müsse man wissen, worum es dabei gehe. „Schließlich ist das Grundeinkommen eines der großen Themen des 21. Jahrhunderts, das philosophische, politische und ökonomische Grundsatzfragen verhandelt“, so Priddat. Höchste Zeit also, dass dieses Grundlagenwerk nun endlich vorliegt.
Philip Kovce, Birger P. Priddat (Hg.), Bedingungsloses Grundeinkommen. Grundlagentexte
Suhrkamp Verlag, Berlin 2019, 514 Seiten, 26 Euro. Leseprobe als PDF: https://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783518298657.pdf

Weiterlesen …

05.06.2019 01:00 von Harald Buwert

Grundeinkommen / Grundrente? Die Unterschiede sind eklatant

In den USA will ein Bürgermeister ein BGE-Modell einführen. In Deutschland will die SPD eine Art Grundrente forcieren.
Grundrente in Deutschland? Aus einem Bericht in der Brucker SZ vom 3.6.19: Der Bezug einer Grundrente ist ... nicht ohne Voraussetzungen. Wer eine gute Rente hat, bekommt sie nicht. Ebenso ist vom Bezug einer Grundrente ausgeschlossen, wer beispielsweise nur 450-Euro-Jobs hatte. Mindestens 35 Jahre an Grundrentenzeiten muss jemand nachweisen, will er Grundrente beziehen. Zu diesen Zeiten gehören allerdings nicht nur die Monate und Jahre in einer bezahlten Beschäftigung, sondern eben auch Zeiten für Kindererziehung oder eine Pflege von Angehörigen ... Heidi Schaitl, Kreisgeschäftsführerin der Caritas in Dachau, nennt Zahlen aus dem Armutsbericht für den Landkreis Dachau (für Fürstenfeldbruck fehlen derartige Zahlen). Demnach ist die Zahl der Senioren, die Grundsicherung erhalten, zwischen 2012 und 2017 von 456 auf 639 gestiegen. Ziehe man die demografische Entwicklung in Betracht, sagt Schaitl, dann werde diese Zahl auch künftig anwachsen. Und etwa ein Viertel der Rentner im Landkreis Dachau haben im Alter keine Einnahmen über die gesetzliche Rente hinaus. Mit einer Grundrente könne etlichen von ihnen geholfen werden, ihre finanzielle Situation zu verbessern ... Sylvia Neumeier vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in Dachau stimmt Schaitl zu. Auch künftig werden wohl etliche Rentenbezieher ausschließlich auf die Leistungen der Kasse angewiesen sein. Denn junge Leute hätten es gerade in und um München schwer, Geld fürs Alter zurückzulegen. Wegen der hohen Lebenshaltungskosten sei Sparen nur möglich, wenn nicht für Kinder gesorgt werden müsse, sagt sie. Und das Eigentum an einer Immobilie zu erwerben, sei bei den Preisen nur wenigen vorbehalten ... Simone Burger, Vorsitzende des DGB-Kreisverbands München, zu dem auch die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck gehören, nennt Zahlen für die Aufstocker, also jene Arbeitnehmer, die so wenig verdienen, dass sie vom Jobcenter zusätzlich finanzielle Leistungen bekommen. Sie werden in der Hartz-IV-Statistik erfasst. Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind nach Burgers Worten immerhin 27 Prozent der in der Hartz-IV-Statistik Genannten Aufstocker, im Landkreis Dachau gar 30 Prozent. Zu diesem Personenkreis gehören viele allein erziehende Mütter, die nur Teilzeitjobs haben, weil sie sich um ihre Kinder kümmern. - Brucker SZ: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/olching-plaedoyer-fuer-eine-grundrente-1.4473192
„Das Grundeinkommen ist ein Erbe von M. L. King. Aus einem Interview mit Michael Tubbs, Bürgermeister seiner Heimatstadt Stockton mit rund 300.000-Einwohnern und etwa 130 Kilometer östlich von San Francisco in Kalifornien, hat entschieden, an die Vernunft der Menschen zu glauben: Die Würde der Arbeit besteht darin, dass die Menschen sich nützlich fühlen, eine Aufgabe haben, einen Beitrag leisten wollen. Ich glaube nicht, dass das notwendigerweise bedeuten muss, jeden Tag von neun bis fünf arbeiten zu gehen. Ehrenamtliches Engagement oder Pflege und Hausarbeit, die nicht entlohnt werden, sehen wir oft nicht als Arbeit. Doch sie geben einem eine Aufgabe, geben Sinn, verleihen Würde, etwas Nützliches zu tun. Der Mensch besitzt diese Würde von sich aus – sie muss nicht davon abhängig gemacht werden, dass man etwas für jemand anderen produziert ... Wir sagen: „Es geht nicht um die Menschen an sich. Es geht um die Gründe für prekäre wirtschaftliche Verhältnisse. Es ist die Struktur, das System. Und hier ist die Lösung.“ Nur wenn wir das System hinterfragen, kommen wir einer antirassistischen Gesellschaft näher. Die Idee geht auf Martin Luther Kings Traum zurück. Aber am Ende halte ich die Idee des Grundeinkommens für notwendig, nicht für ausreichend. Es ist kein Allheilmittel ... das Mindeste, was ein Erfolg in Stockton landesweit bewirken würde, das wäre eine ernsthafte politische Debatte über die Frage, wie wir für jede und jeden ein Mindesteinkommen bereitstellen können. Das Maximum wäre eine wie auch immer geartete Form von garantiertem Einkommen, zum Beispiel mittels einer Datendividende, einer CO₂-Steuer oder einer Änderung im Steuerrecht. Es gibt viele Möglichkeiten für die Finanzierung, selbst wenn es zunächst noch nicht um alle, sondern vielleicht nur um die mit weniger als 50.000 Dollar Jahreseinkommen geht. Wir müssen die wirklichen Probleme bekämpfen, mit denen Menschen konfrontiert sind, wenn sie ihre Arztrechnung, Miete oder die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen müssen … - Quelle/das ganze Interview: https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/das-grundeinkommen-ist-ein-erbe-von-king - Informationen aus Stockton über das Projekt: https://www.stocktondemonstration.org

Weiterlesen …

Kommende Veranstaltungen

GEsprächsrunde

19.10.2019, 11:00 – 12:30

Offene Gesprächsrunde der Initiative Grundeinkommen Amperland (IGEA) für Mitglieder und Interessenten, monatlich am dritten Samstag.

Nächstes Treffen:

Samstag, 19. Oktober 2019
11:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Das Kaffeehaus, Am Grünen Markt 1, Puchheim (150 m vom S-Bahnhof)

Kontakt: Reimund Acker, 089 807293, grundeinkommen-amperland@t-online.de.