Willkommen bei IGEA

Initiative Grundeinkommen Amperland

Die Initiative Grundeinkommen Amperland (IGEA) ist eine überparteiliche Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern der Landkreise Fürstenfeldbruck, Starnberg und Dachau. Sie wirbt um Zustimmung für die Idee eines persönlichen und mindestens existenzsichernden Grundeinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Arbeitszwang. Die Initiative ist offizielles Mitglied des bundesweiten Netzwerks Grundeinkommen.

Wenn Sie Fragen haben oder bei der Initiative mitmachen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Mehr Informationen rund ums Grundeinkommen finden Sie auf der Website www.grundeinkommen.de des Netzwerks Grundeinkommen.

Auch in diesem Jahr findet wieder die Internationale Woche des Grundeinkommens statt. Auf der zugehörigen Website  www.woche-des-grundeinkommens.eu finden Sie zahlreiche Aktionsideen.

Bitte beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion zum Grundeinkommen. Den aktuellen Stand der Aktion sehen Sie unter www.basicincomeinitiative.eu.

IGEA Blog - Neueste Infos

05.06.2019 01:00 von Harald Buwert

Grundeinkommen / Grundrente? Die Unterschiede sind eklatant

In den USA will ein Bürgermeister ein BGE-Modell einführen. In Deutschland will die SPD eine Art Grundrente forcieren.
Grundrente in Deutschland? Aus einem Bericht in der Brucker SZ vom 3.6.19: Der Bezug einer Grundrente ist ... nicht ohne Voraussetzungen. Wer eine gute Rente hat, bekommt sie nicht. Ebenso ist vom Bezug einer Grundrente ausgeschlossen, wer beispielsweise nur 450-Euro-Jobs hatte. Mindestens 35 Jahre an Grundrentenzeiten muss jemand nachweisen, will er Grundrente beziehen. Zu diesen Zeiten gehören allerdings nicht nur die Monate und Jahre in einer bezahlten Beschäftigung, sondern eben auch Zeiten für Kindererziehung oder eine Pflege von Angehörigen ... Heidi Schaitl, Kreisgeschäftsführerin der Caritas in Dachau, nennt Zahlen aus dem Armutsbericht für den Landkreis Dachau (für Fürstenfeldbruck fehlen derartige Zahlen). Demnach ist die Zahl der Senioren, die Grundsicherung erhalten, zwischen 2012 und 2017 von 456 auf 639 gestiegen. Ziehe man die demografische Entwicklung in Betracht, sagt Schaitl, dann werde diese Zahl auch künftig anwachsen. Und etwa ein Viertel der Rentner im Landkreis Dachau haben im Alter keine Einnahmen über die gesetzliche Rente hinaus. Mit einer Grundrente könne etlichen von ihnen geholfen werden, ihre finanzielle Situation zu verbessern ... Sylvia Neumeier vom Paritätischen Wohlfahrtsverband in Dachau stimmt Schaitl zu. Auch künftig werden wohl etliche Rentenbezieher ausschließlich auf die Leistungen der Kasse angewiesen sein. Denn junge Leute hätten es gerade in und um München schwer, Geld fürs Alter zurückzulegen. Wegen der hohen Lebenshaltungskosten sei Sparen nur möglich, wenn nicht für Kinder gesorgt werden müsse, sagt sie. Und das Eigentum an einer Immobilie zu erwerben, sei bei den Preisen nur wenigen vorbehalten ... Simone Burger, Vorsitzende des DGB-Kreisverbands München, zu dem auch die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck gehören, nennt Zahlen für die Aufstocker, also jene Arbeitnehmer, die so wenig verdienen, dass sie vom Jobcenter zusätzlich finanzielle Leistungen bekommen. Sie werden in der Hartz-IV-Statistik erfasst. Im Landkreis Fürstenfeldbruck sind nach Burgers Worten immerhin 27 Prozent der in der Hartz-IV-Statistik Genannten Aufstocker, im Landkreis Dachau gar 30 Prozent. Zu diesem Personenkreis gehören viele allein erziehende Mütter, die nur Teilzeitjobs haben, weil sie sich um ihre Kinder kümmern. - Brucker SZ: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/olching-plaedoyer-fuer-eine-grundrente-1.4473192
„Das Grundeinkommen ist ein Erbe von M. L. King. Aus einem Interview mit Michael Tubbs, Bürgermeister seiner Heimatstadt Stockton mit rund 300.000-Einwohnern und etwa 130 Kilometer östlich von San Francisco in Kalifornien, hat entschieden, an die Vernunft der Menschen zu glauben: Die Würde der Arbeit besteht darin, dass die Menschen sich nützlich fühlen, eine Aufgabe haben, einen Beitrag leisten wollen. Ich glaube nicht, dass das notwendigerweise bedeuten muss, jeden Tag von neun bis fünf arbeiten zu gehen. Ehrenamtliches Engagement oder Pflege und Hausarbeit, die nicht entlohnt werden, sehen wir oft nicht als Arbeit. Doch sie geben einem eine Aufgabe, geben Sinn, verleihen Würde, etwas Nützliches zu tun. Der Mensch besitzt diese Würde von sich aus – sie muss nicht davon abhängig gemacht werden, dass man etwas für jemand anderen produziert ... Wir sagen: „Es geht nicht um die Menschen an sich. Es geht um die Gründe für prekäre wirtschaftliche Verhältnisse. Es ist die Struktur, das System. Und hier ist die Lösung.“ Nur wenn wir das System hinterfragen, kommen wir einer antirassistischen Gesellschaft näher. Die Idee geht auf Martin Luther Kings Traum zurück. Aber am Ende halte ich die Idee des Grundeinkommens für notwendig, nicht für ausreichend. Es ist kein Allheilmittel ... das Mindeste, was ein Erfolg in Stockton landesweit bewirken würde, das wäre eine ernsthafte politische Debatte über die Frage, wie wir für jede und jeden ein Mindesteinkommen bereitstellen können. Das Maximum wäre eine wie auch immer geartete Form von garantiertem Einkommen, zum Beispiel mittels einer Datendividende, einer CO₂-Steuer oder einer Änderung im Steuerrecht. Es gibt viele Möglichkeiten für die Finanzierung, selbst wenn es zunächst noch nicht um alle, sondern vielleicht nur um die mit weniger als 50.000 Dollar Jahreseinkommen geht. Wir müssen die wirklichen Probleme bekämpfen, mit denen Menschen konfrontiert sind, wenn sie ihre Arztrechnung, Miete oder die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen müssen … - Quelle/das ganze Interview: https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/das-grundeinkommen-ist-ein-erbe-von-king - Informationen aus Stockton über das Projekt: https://www.stocktondemonstration.org

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09.05.2019 01:00 von Harald Buwert

Roboterrevolution

Ein TV-Beitrag auf 3sat/nano zeigt: Es ist soweit, die KI/Roboterrevolution killt inzwischen viele Arbeitsplätze und wird es künftig massenhaft tun. Auf die Folgen ist bisher kein Staat vorbereitet.
Die Revolution der Roboter. Intelligente Maschinen haben die Arbeitswelt erobert. Eine neue industrielle Revolution ist im Gange: Superintelligente, gefügige und unermüdliche Roboter führen komplexe Aufgaben aus. Maschinengesteuerte Systeme ersetzen den Menschen. In einem Postverteilzentrum in China transportieren und sortieren 300 Roboter in einer einzigen Halle jeden Tag 70.000 Pakete. Noch überwachen zehn Angestellte das Ballett der Roboter. Bald aber wird es dort menschenleer sein. Intelligente Maschinen haben beinahe alle Bereiche der Arbeitswelt erobert: Sie sind Köche in Fast-Food-Restaurants, Polizisten in Dubai, Dirigenten in Pisa und natürlich massenhaft Fabrikarbeiter in der Industrie.
KI erledigt die Jobs von Buchhaltern, Steuerberatern und Anwälten. Künstliche Intelligenz in Form von Software- und Datenbankanwendungen ersetzt derzeit vor allem Sachbearbeiter - in der Versicherungswirtschaft, der Touristikbranche, in Banken und ganz allgemein in Kundenzentren. Aber auch die Jobs von Buchhaltern, Steuerberatern und Anwälten sind in Gefahr. Schätzungen zufolge könnte Künstliche Intelligenz bis 2025 weltweit an 250 Millionen Arbeitsplätzen die Tätigkeit von Menschen übernehmen. Ist unsere Gesellschaft auf solche Umbrüche vorbereitet? - Der Video-Beitrag: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=80810

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15.04.2019 01:00 von Harald Buwert

BGE in Indien

Ein ausführlicher Artikel über BGE-Ideen und seine inzwischen konkrete Ausgestaltung in Indien berichtet über widerstreitende Facetten: „Während das Grundeinkommen in den Industrieländern nicht so recht vorankommt, macht es in Indien eine steile Karriere. Doch die Idee offenbart hier auch ihre Tücken …“ Der Artikel endet widersprüchlich: „Das Grundeinkommen kann tatsächlich ein Mittel sein, um die Lebensqualität der Armen zu erhöhen. Und im selben Moment ein Instrument, um Forderungen nach echten sozialen Reformen, zum Beispiel nach der Umverteilung von Land, zu ersticken. Das Grundeinkommen kann als Motor einer Modernisierungsstrategie fungieren, die in eine ‚digitale Zukunft‘ führen soll, und gleichzeitig als Instrument, um bestehende Sozialprogramme abzuschaffen. Es zeigt sich, dass weniger die Höhe des Grundeinkommens entscheidend ist, als der sozialpolitische Kontext und die Frage, welche Teile des Sozialstaates dafür geopfert werden. Die Politik kann mit dem Grundeinkommen eine Antwort auf die Armut geben, während sie gleichzeitig den strukturellen sozialen Probleme ausweicht. Ein BGE wird beispielsweise die indischen Kleinbauern nicht davor bewahren, weiter von ihrem Land verdrängt und schließlich als "Überflüssige" noch weiter an den Rand der Gesellschaft abgeschoben zu werden. Es wird ihnen nicht dabei helfen, ihren Rechten und ihren Interessen besser Geltung verschaffen zu können. So bietet das Grundeinkommen offenbar keine Abkürzung im Kampf um ein menschenwürdiges Leben für alle. In einer umfassenden Strategie, in der die strukturellen Ursachen von Armut und sozialer Ungleichheit angegangen werden, könnte es sich aber als sinnvoller Baustein erweisen.“ (Gabriela Simon) – Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Mit-dem-Grundeinkommen-gegen-Armut-und-soziale-Ungleichheit-4370030.html

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